Die meisten Menschen versichern ihr Auto und ihr Smartphone, aber nicht ihre wichtigste Einkommensquelle: sich selbst. Dabei ist die Arbeitskraft über ein ganzes Berufsleben gerechnet oft mehr als eine Million Euro wert. Genau dieses Risiko deckt die Berufsunfähigkeitsversicherung ab.
Was die BU leistet
Wer aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben kann, erhält eine monatliche Rente. Häufigste Ursachen sind nicht etwa Unfälle, sondern psychische Erkrankungen sowie Probleme mit dem Bewegungsapparat. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht in solchen Fällen meist bei Weitem nicht aus.
Wie hoch sollte die Rente sein?
Als Orientierung gelten etwa 60 bis 80 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens. Die Rente sollte die laufenden Fixkosten und einen Teil der Vorsorge abdecken. Eine sogenannte Dynamik sorgt dafür, dass die Leistung mit der Inflation Schritt hält.
Worauf bei den Bedingungen achten?
- Verzicht auf abstrakte Verweisung: der Versicherer darf Sie nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten.
- Leistung ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit, ohne dass Sie vorher Ihr Vermögen aufbrauchen müssen.
- Weltweiter Schutz und Nachversicherungsgarantien für spätere Lebensphasen.
Je früher, desto besser
Der Beitrag richtet sich nach Alter, Beruf und Gesundheitszustand. Wer jung und gesund abschließt, zahlt deutlich weniger und beantwortet die Gesundheitsfragen leichter. Mit jeder Vorerkrankung wird es teurer oder schwieriger. Studierende und Auszubildende sollten deshalb nicht warten, bis das erste große Gehalt fließt – früh sichern lohnt sich hier doppelt.
Warum die gesetzliche Absicherung nicht reicht
Viele verlassen sich auf die staatliche Erwerbsminderungsrente. Doch diese gibt es nur, wenn man praktisch in keinem Beruf mehr arbeiten kann – nicht, wenn man den eigenen erlernten Beruf aufgeben muss. Zudem fällt sie oft so niedrig aus, dass sie die laufenden Kosten kaum deckt. Wer jünger als ein bestimmtes Jahr ist, hat ohne private Vorsorge praktisch keinen verlässlichen Schutz.
Die Gesundheitsprüfung ehrlich angehen
- Vollständig antworten: Verschwiegene Vorerkrankungen können später die Leistung kosten.
- Unterlagen vorbereiten: Eine Übersicht der Arztbesuche der letzten Jahre hilft.
- Früh abschließen: Je gesünder und jünger, desto günstiger und einfacher.
Wer aufgrund von Vorerkrankungen Schwierigkeiten hat, sollte nicht aufgeben: Eine anonyme Risikovoranfrage über einen Vermittler klärt die Chancen, ohne dass eine Ablehnung gespeichert wird. Auch Berufseinsteiger und Studierende profitieren von einem frühen Abschluss mit Nachversicherungsgarantie.