Girokonto wechseln: Schluss mit unnötigen Kontogebühren

Girokonto wechseln: Schluss mit unnötigen Kontogebühren

Kontoführungsgebühren von mehreren Euro im Monat klingen harmlos, summieren sich aber über die Jahre. Wer noch ein teures Girokonto hat, zahlt schnell hundert Euro und mehr pro Jahr für eine Leistung, die es anderswo kostenlos gibt.

Was ein gutes Konto ausmacht

Nicht jedes kostenlose Konto passt zu jedem. Achten Sie auf die Punkte, die für Ihren Alltag zählen:

  • Keine oder an Bedingungen geknüpfte Grundgebühr, etwa ab einem bestimmten Geldeingang
  • Kostenlose Girocard und idealerweise Kreditkarte
  • Dichtes Netz an gebührenfreien Geldautomaten oder Bargeld an der Supermarktkasse
  • Eine gute App, wenn Sie viel mobil erledigen

Filialbank oder Direktbank?

Direktbanken bieten Konten meist ohne Grundgebühr, verzichten aber auf Filialen. Wer persönliche Beratung schätzt oder regelmäßig Bargeld einzahlt, ist bei einer Filialbank besser aufgehoben – dort lohnt es sich, nach günstigeren Kontomodellen zu fragen.

Der Wechsel ist einfacher als gedacht

Viele scheuen den Wechsel wegen der Daueraufträge und Lastschriften. Doch Banken sind gesetzlich verpflichtet, einen Kontowechselservice anzubieten. Die neue Bank übernimmt die Umstellung der Zahlungspartner und informiert Arbeitgeber und Anbieter über die neue Verbindung. Der Aufwand für Sie beschränkt sich auf wenige Unterschriften.

Altes Konto erst zum Schluss schließen

Lassen Sie das alte Konto noch ein bis zwei Monate parallel laufen, bis alle Zahlungen sicher umgestellt sind. Erst wenn nichts mehr darüber läuft, kündigen Sie es. So vermeiden Sie geplatzte Lastschriften – und sparen ab dann jeden Monat bares Geld.

Versteckte Kosten erkennen

Viele Konten werben mit kostenloser Führung, verlangen aber an anderer Stelle Gebühren: für Bargeldabhebungen außerhalb des eigenen Automatennetzes, für die Kreditkarte, für Überweisungen am Schalter oder für Ersatzkarten. Lesen Sie das Preis- und Leistungsverzeichnis, bevor Sie wechseln. Ein wirklich günstiges Konto passt zu Ihrem Alltag – etwa zur Frage, wie und wo Sie Bargeld benötigen.

Der Wechsel ohne Stress

  • Kontowechselservice nutzen: Banken sind verpflichtet, die Umstellung von Daueraufträgen und Lastschriften zu übernehmen.
  • Altes Konto parallel laufen lassen, bis alle Zahlungen sicher umgestellt sind.
  • Zahlungspartner informieren: Arbeitgeber und Anbieter brauchen die neue Verbindung.

Erst wenn über das alte Konto nichts mehr läuft, kündigen Sie es – so vermeiden Sie geplatzte Lastschriften. Der Aufwand beschränkt sich auf wenige Unterschriften, und ab dann sparen Sie jeden Monat die Kontoführungsgebühr, die sich über die Jahre zu einem dreistelligen Betrag summiert.