Rentenlücke berechnen: Wie viel im Alter wirklich fehlt

Rentenlücke berechnen: Wie viel im Alter wirklich fehlt

Viele wissen ungefähr, dass die gesetzliche Rente nicht reichen wird – aber nicht, wie groß die Lücke tatsächlich ist. Dabei lässt sie sich mit ein paar Zahlen abschätzen. Und nur wer die Lücke kennt, kann sie gezielt schließen.

Was die Rentenlücke ist

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Geld, das Sie im Alter zum Leben brauchen, und dem, was die gesetzliche Rente einbringt. Als Faustregel gilt: Im Ruhestand benötigt man etwa 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens, um den Lebensstandard zu halten.

Schritt für Schritt rechnen

  • Bedarf schätzen: 80 Prozent Ihres heutigen Nettos als grobe Zielgröße.
  • Rente ablesen: Die jährliche Renteninformation zeigt Ihre voraussichtliche gesetzliche Rente.
  • Lücke bilden: Bedarf minus erwartete Rente ergibt die monatliche Lücke.

Die Inflation nicht vergessen

Ein wichtiger Punkt: Die in der Renteninformation genannten Beträge sind heutige Werte. Über zwanzig oder dreißig Jahre nagt die Inflation an der Kaufkraft. Rechnen Sie deshalb mit einem Sicherheitsaufschlag und lassen Sie sich von scheinbar großen Zahlen nicht täuschen.

Von der Lücke zur Sparrate

Steht die monatliche Lücke fest, lässt sich ableiten, welches Kapital im Ruhestand nötig ist und wie viel Sie dafür heute zurücklegen müssen. Hier zeigt sich erneut: Wer früh beginnt, kommt dank Zinseszins mit kleineren Beträgen aus. Schon ein moderater monatlicher Sparplan kann eine große Lücke über die Jahre schließen.

Die Inflation nicht aus dem Blick verlieren

Die Beträge in der jährlichen Renteninformation sind heutige Werte. Über zwanzig oder dreißig Jahre nagt die Inflation jedoch an der Kaufkraft – eine heute komfortable Rente kann später deutlich weniger wert sein. Rechnen Sie deshalb mit einem Sicherheitsaufschlag und lassen Sie sich von scheinbar großen Zahlen nicht in falscher Sicherheit wiegen.

Von der Lücke zur konkreten Sparrate

  • Bedarf schätzen: rund 80 Prozent des heutigen Nettos als grobe Zielgröße.
  • Erwartete Rente ablesen: aus der Renteninformation.
  • Lücke bilden: Bedarf minus Rente ergibt den monatlichen Fehlbetrag.
  • Kapitalbedarf ableiten und in eine heutige Sparrate umrechnen.

Hier zeigt sich erneut die Macht des frühen Beginns: Wer Jahrzehnte Zeit hat, kommt dank Zinseszins mit kleineren monatlichen Beträgen aus. Schon ein moderater, regelmäßiger Sparplan kann eine große Lücke über die Jahre schließen – vorausgesetzt, man fängt rechtzeitig an und bleibt dran.