Schufa verstehen und verbessern: Was Ihr Score über Sie sagt

Schufa verstehen und verbessern: Was Ihr Score über Sie sagt

Ob Kredit, Mietwohnung, Handyvertrag oder Ratenkauf – fast immer ist die Schufa im Spiel. Trotzdem wissen viele nicht, was dort über sie gespeichert ist. Dabei lohnt es sich, den eigenen Score zu kennen und zu pflegen.

Was die Schufa speichert

Die Schufa ist eine Auskunftei, die Daten zur Zahlungsfähigkeit sammelt: laufende Kredite, Konten, Kreditkarten, Mobilfunkverträge und vor allem das Zahlungsverhalten. Aus diesen Daten errechnet sie einen Score, der die Wahrscheinlichkeit ausdrückt, dass Sie Ihre Rechnungen zuverlässig zahlen.

Ihre Daten kostenlos prüfen

Einmal im Jahr haben Sie das Recht auf eine kostenlose Datenkopie nach Datenschutz-Grundverordnung. Nutzen Sie das – denn fehlerhafte Einträge sind häufiger, als man denkt. Prüfen Sie besonders:

  • Sind alle Konten und Verträge korrekt und noch aktuell?
  • Stehen längst beglichene Forderungen noch offen?
  • Tauchen Einträge auf, die Sie nicht zuordnen können?

Falsche Einträge können Sie schriftlich beanstanden – die Schufa muss sie dann prüfen und gegebenenfalls korrigieren.

Den Score verbessern

Ein guter Score entsteht durch verlässliches Verhalten über Zeit. Hilfreich ist:

  • Rechnungen und Raten immer pünktlich zahlen
  • nicht zu viele Konten und Kreditkarten parallel führen
  • den Dispo nicht dauerhaft ausreizen
  • nicht gebrauchte Konten und Karten kündigen

Ein verbreiteter Irrtum

Eine reine Konditionsanfrage für einen Kredit schadet dem Score nicht – im Gegensatz zur echten Kreditanfrage. Achten Sie deshalb beim Vergleichen darauf, dass es sich um eine konditionsneutrale Anfrage handelt. So können Sie in Ruhe das beste Angebot suchen, ohne Ihre Bonität zu belasten.

Die kostenlose Datenkopie anfordern

Einmal im Jahr haben Sie das Recht auf eine kostenlose Auskunft über die zu Ihnen gespeicherten Daten. Nutzen Sie das, denn fehlerhafte oder veraltete Einträge sind häufiger als gedacht. Prüfen Sie, ob alle Konten und Verträge aktuell sind, ob längst beglichene Forderungen noch offenstehen und ob Einträge auftauchen, die Sie nicht zuordnen können.

Den Score gezielt pflegen

  • Pünktlich zahlen: der wichtigste Faktor über die Zeit.
  • Nicht zu viele Konten und Kreditkarten parallel führen.
  • Den Dispo nicht dauerhaft ausreizen.
  • Ungenutzte Konten kündigen, um das Bild zu bereinigen.

Ein verbreiteter Irrtum: Eine reine Konditionsanfrage für einen Kredit schadet dem Score nicht – im Gegensatz zur echten Kreditanfrage. Achten Sie beim Vergleichen darauf, dass es sich um eine konditionsneutrale Anfrage handelt. So finden Sie das beste Angebot, ohne Ihre Bonität unnötig zu belasten.