Wer anlegen möchte, sich aber nicht selbst um die Auswahl kümmern will, findet in Robo-Advisorn eine bequeme Lösung. Diese digitalen Vermögensverwalter investieren automatisiert – doch Bequemlichkeit hat ihren Preis.
So funktioniert ein Robo-Advisor
Zu Beginn beantworten Sie einige Fragen zu Anlageziel, Zeithorizont und Risikobereitschaft. Auf dieser Basis schlägt der Robo-Advisor ein Portfolio aus ETF vor, meist eine Mischung aus Aktien und Anleihen. Anschließend übernimmt die Software alles: Sie kauft, gewichtet um und passt das Portfolio bei Bedarf an.
Die Vorteile
- Einfachheit: kein eigenes Wissen über ETF-Auswahl nötig
- Automatisches Rebalancing: die Gewichtung bleibt im Gleichgewicht
- Disziplin: die Software handelt regelbasiert, nicht aus dem Bauch heraus
Die Kostenfrage
Der Komfort kostet. Robo-Advisor verlangen eine jährliche Gebühr, oft zwischen 0,5 und 1 Prozent des Vermögens, plus die Kosten der enthaltenen ETF. Über viele Jahre schmälert das die Rendite spürbar. Wer selbst einen einfachen ETF-Sparplan einrichtet, zahlt deutlich weniger.
Für wen es passt
Ein Robo-Advisor lohnt sich vor allem für Menschen, die partout keine Zeit oder Lust haben, sich einzuarbeiten, und die Bequemlichkeit höher gewichten als die letzten Zehntelprozente Rendite. Wer bereit ist, sich einmal mit einem breit gestreuten ETF zu beschäftigen, fährt mit der Eigenregie auf Dauer günstiger.
Die Kostenfrage entscheidet langfristig
Der Komfort eines Robo-Advisors hat seinen Preis. Üblich ist eine jährliche Gebühr zwischen 0,5 und 1 Prozent des Vermögens, hinzu kommen die Kosten der enthaltenen ETF. Über viele Jahre schmälert das die Rendite spürbar – bei einem großen Depot summieren sich schon kleine Prozentsätze zu beträchtlichen Beträgen. Wer selbst einen einfachen ETF-Sparplan einrichtet, zahlt deutlich weniger.
Für wen sich der Autopilot lohnt
- Keine Zeit oder Lust, sich einzuarbeiten.
- Wunsch nach automatischem Rebalancing ohne eigenes Zutun.
- Bedarf an Disziplin: die Software handelt regelbasiert statt emotional.
Ein Robo-Advisor ist vor allem für Menschen sinnvoll, die Bequemlichkeit höher gewichten als die letzten Zehntelprozente Rendite. Wer dagegen bereit ist, sich einmal mit einem breit gestreuten Welt-ETF zu beschäftigen, fährt in Eigenregie auf Dauer günstiger – und der Aufwand dafür ist kleiner, als viele befürchten.
Unterm Strich ersetzt ein Robo-Advisor kein Wissen, sondern verkauft Bequemlichkeit – und ob diese ihren jährlichen Preis wert ist, entscheidet jeder Anleger anhand seines eigenen Zeitbudgets und Anlagebetrags.